TennisVon Sijin

Tennis-Aufschlag: Drei Übungen für mehr Konstanz

Übe einen wiederholbaren Ballwurf, eine bequeme verkürzte Bewegung und große Zielbereiche, um deine Aufschläge besser beurteilen zu können.

Ein Spieler wirft den Ball für einen lockeren Aufschlag hoch

Nach einem Korb Aufschläge erinnerst du dich an zwei richtig gute Treffer. Der Rest ist schwerer einzuordnen: einige Bälle im Netz, andere zu lang und mehrere Würfe, denen du hinterherlaufen musstest. Noch ein Korb mit voller Kraft kann dieselben Fragen hinterlassen.

Diese Tennis-Aufschlagübungen geben jedem Abschnitt deiner Einheit eine klare Aufgabe. Sie eignen sich für erwachsene Anfänger und Freizeitspieler, die ihren Aufschlag zuverlässiger machen möchten. Beginne locker auf einem freien Platz. Sammle keine Bälle ein, während jemand in deine Richtung aufschlägt.

Finde einen Griff und Stand, den du wiederholen kannst

Der Continentalgriff ist eine hilfreiche Grundlage für einen klassischen Überkopfaufschlag. Bei Rechtshändern liegt das Grundgelenk des Zeigefingers üblicherweise auf der zweiten Grifffläche; bei Linkshändern ist die Position gespiegelt. Sind dir die Nummern unklar, lass den Griff von einem Trainer prüfen, statt ihn aus einem Foto von der gegenüberliegenden Seite abzuleiten.

Stelle dich seitlich zum Ziel und wähle einen bequemen Stand. Eine Plattformstellung, bei der die Füße während der Vorbereitung auseinanderbleiben, vereinfacht den Einstieg. Du brauchst dafür noch kein Heranziehen des hinteren Fußes, keinen Sprung und keinen festgelegten Kniewinkel. Halte den Griff ohne unnötige Spannung, aber sicher genug, um den Schläger zu kontrollieren.

Gib dem Ballwurf eine wiederholbare Bahn

Hebe den freien Arm ruhig an und löse den Ball sanft aus den Fingern. Vermeide einen zusätzlichen Impuls aus dem Handgelenk. Für einen einfachen Aufschlag suchst du einen Wurf, der ein bequemes Strecken nach oben und einen Treffpunkt etwas vor dir erlaubt. Du sollst dich nicht stark verbiegen oder dem Ball hinterherstolpern müssen.

Die genaue Höhe hängt von deiner Reichweite und deinem Bewegungsrhythmus ab. Jage weder einer festen Zahl an Ballumdrehungen noch einer bestimmten Zentimeterhöhe über dem Schläger nach. Ein brauchbarer Wurf lässt Zeit für die geplante Bewegung. Liegt er deutlich falsch, brich den Versuch ohne Schlag ab und beginne erneut, sobald es sicher ist.

Übung 1: Den Ballwurf ohne Schlag üben

Das Ziel: Mehrere Bälle dorthin werfen, wo derselbe bequeme Schwung sie erreichen könnte.

  1. Nimm deinen normalen Ausgangsstand ein und halte den Schläger in der Schlaghand.
  2. Hebe den Ball ruhig an und lass ihn los. Lass ihn auf den freien Platz fallen, statt dich zum Fangen ungeschickt zu strecken.
  3. Beobachte, ob der Wurf regelmäßig hinter dich, weit zur Seite oder viel weiter nach vorn als geplant driftet.
  4. Wiederhole einige Versuche mit einem Hinweis, etwa einem ruhigeren Handgelenk oder gleichmäßigerem Anheben. Lass deinen Startpunkt unverändert.

Der Landepunkt hilft beim Vergleich der Würfe; er misst nicht exakt den besten Treffpunkt. Lege keinen Reifen, kein Handtuch und keinen Ballkorb dorthin, wo du beim vollständigen Aufschlag auftreten könntest. Sobald der Wurf brauchbar ist, verbindest du ihn mit dem Schlag, statt die ganze Einheit nur aus dem Stand zu werfen.

Übung 2: Einen lockeren Aufschlag mit verkürzter Vorbereitung ergänzen

Das Ziel: Ballwurf und Kontakt koordinieren, ohne Geschwindigkeit zu suchen.

  1. Beginne näher an der Aufschlaglinie, wenn die Grundlinie noch zu weit entfernt ist. Wähle diagonal eine freie, große Zielzone.
  2. Nutze eine bequeme verkürzte Vorbereitung und eine sanfte Überkopfbewegung. Behalte den Continentalgriff bei, ohne fest zuzudrücken.
  3. Strecke dich zum Ball und lass den Schläger natürlich ausschwingen. Erzwinge weder ein tiefes Absenken hinter dem Rücken noch ein aktives Herunterklappen des Handgelenks.
  4. Spiele eine kurze Serie, pausiere und wiederhole. Gehe nur so weit nach hinten, wie die Bewegung angenehm und kontrolliert bleibt.

Der nähere Startpunkt ist eine Trainingshilfe, keine erlaubte Aufschlagposition im Match. Im Spiel schlägst du hinter der Grundlinie auf und beachtest die Fußfehlerregeln. Behalte auch dort zunächst den lockeren Rhythmus, statt sofort auf maximale Kraft umzuschalten.

Höre auf, wenn die Bewegung unangenehm oder schmerzhaft ist. Ein qualifizierter Trainer kann die Technik prüfen; anhaltende Schmerzen gehören fachlich abgeklärt.

Übung 3: Auf eine große Zone zielen und Ergebnisse notieren

Das Ziel: Mit einer Absicht aufschlagen und verwertbare Rückmeldung sammeln.

  1. Stelle dich hinter die Grundlinie. Wähle eine großzügige Hälfte des richtigen diagonalen Aufschlagfeldes und halte Abstand zu den Linien.
  2. Spiele eine kleine Serie, zum Beispiel fünf Bälle, mit derselben Vorbereitung und bequemer Intensität.
  3. Zähle Treffer in der geplanten Zone und notiere den häufigsten Fehler. Halte abgebrochene Ballwürfe separat fest, damit sie in der Auswertung nicht verschwinden.
  4. Wiederhole auf der anderen Seite. Zeigt sich ein wiederkehrendes Muster, ändere für die nächste Serie nur einen Bestandteil.

Die Zählung vergleicht deine eigenen Versuche. Sie ist keine allgemeine Bestehensgrenze. Mit mehr Kontrolle kannst du das Ziel verkleinern oder deine Routine näher an eine Spielsituation bringen. Tempo, Platzierung und Rotation müssen nicht gleichzeitig verändert werden.

Nutze Fehler als Hinweise

Mehrere Bälle im Netz: Prüfe, ob du einem niedrigen oder zu weit vorn liegenden Wurf gefolgt bist und ob du dich während des Schlags weiter nach oben gestreckt hast. Ein Netzfehler allein beweist nicht, dass der Ballwurf zu weit vorn lag.

Mehrere Bälle zu lang: Vergleiche Wurf und Treffpunkt über mehrere Versuche. Blattwinkel und Schwungrichtung spielen ebenfalls eine Rolle. Nach jedem langen Fehler den Wurf weiter ins Feld zu verschieben, kann ein zweites Problem erzeugen.

Die Saiten zeigen früh nach oben: Lass Griff und Bewegungsweg prüfen. Halte die Bewegung angenehm, statt die Schulter mit Kraft weiter nach hinten zu bringen.

Im Training klappt es, im Spiel nicht: Nutze dieselbe einfache Vorbereitung in einem kleinen Spiel: ein Aufschlag in eine große Zone, danach ein kontrollierter Punkt mit deinem Partner. Die Routine soll kurz genug bleiben, um zwischen echten Punkten zu passen.

Beende die Einheit mit etwas Wiederholbarem

Spiele zum Abschluss noch eine lockere Serie auf die große Zielzone. Notiere, wie der Ballwurf ausfiel, wie oft du das Ziel getroffen hast und welcher Hinweis geholfen hat. Gesucht ist ein Muster über mehrere Aufschläge. Die Tempoaufgabe kann warten, bis du beurteilen kannst, ob mehr Einsatz auch ein besseres Ergebnis bringt.