TennisVon Sijin

Tennis-Rückhand-Übungen: Die beidhändige Rückhand stabilisieren

Diese Tennis-Rückhand-Übungen helfen dir, früher vorzubereiten und den passenden Abstand zum Ball zu finden. Vom leichten Zuspiel geht es zum kontrollierten Crossballwechsel.

Spieler vor dem Treffpunkt einer beidhändigen Rückhand

Eine Rückhand trifft sauber die Saiten, die nächste fühlt sich direkt am Körper eingeklemmt an. Du versuchst kräftiger zu schwingen, doch das Timing wird unzuverlässiger. Sobald sich die Länge des ankommenden Balls verändert, scheint kein angenehmer Treffpunkt mehr übrig zu sein.

Diese Tennis-Rückhand-Übungen konzentrieren sich auf einen wiederholbaren beidhändigen Grundschlag. Sie passen zu Spielern, die ihren Griff kennen, aber einen kooperativen Ballwechsel noch nicht zuverlässig halten können. Beginne mit einem leichten Zuspiel und einem großen Zielbereich. Danach kommen Bewegung und freies Zuspiel hinzu. Slice und der Wechsel zur einhändigen Rückhand gehören nicht zu dieser Einheit.

Bereite mit dem Körper vor und passe die Füße weiter an

Sobald du den Ball auf deiner Rückhandseite erkennst, drehe die Schultern zusammen mit dem Schläger. Warte nicht bis zum Aufsprung, um die Hände hastig nach hinten zu ziehen. Halte die Vorbereitung angenehm und passend zum Tempo des Balls. Währenddessen können deine Füße weiter die Position korrigieren.

Bei Rechtshändern liegt die beidhändige Rückhand normalerweise links vom Körper. Die rechte Hand greift unten am Griff, die linke darüber. Für Linkshänder gilt es umgekehrt. Ein häufiger Ausgangspunkt kombiniert die untere Hand nahe am Continental-Griff mit einem Vorhandgriff der oberen Hand. Es gibt brauchbare Varianten. Baue einen vertrauten Griff nicht wegen eines einzelnen Fotos vollständig um.

Prüfe in dieser Einheit vor allem, ob du die Schlagfläche rechtzeitig vorbereiten und den Ball ohne spätes Verdrehen treffen kannst. Bist du beim Griff unsicher, lass ihn von einem qualifizierten Trainer ansehen, bevor du jeden Fehler durch eine andere Handstellung lösen möchtest.

Lass Platz für einen angenehmen Schwung

Ein später und ein zu enger Treffpunkt können sich ähnlich anfühlen, sind aber unterschiedliche Probleme. Du kannst früh drehen und trotzdem zu nah an den Aufsprung laufen. Umgekehrt kannst du genügend Abstand haben, aber den Vorwärtsschwung so spät beginnen, dass der Ball den günstigen Treffbereich schon verlassen hat.

Suche beim leichten Zuspiel einen Treffpunkt etwas vor und seitlich neben dem Körper, an dem sich die Arme bequem ausstrecken können. Drücke die Ellbogen nicht durch und halte die Handgelenke nicht zwanghaft in einer Pose fest. Führe den Schläger durch den Ball und schwinge aus, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Bei einem einfachen Topspinschlag verläuft der Schlägerweg am Treffpunkt aufwärts. Das ist kein Auftrag, im letzten Moment mit den Handgelenken zu schnippen.

Übung 1: Drehen, den Aufsprung einschätzen, treffen

Das Ziel: Einen angenehmen Kontakt ohne den Zeitdruck eines Ballwechsels kennenlernen.

  1. Stelle dich innerhalb der Grundlinie auf. Dein Partner spielt von außerhalb deiner Schlagbahn einen leichten Ball von unten auf deine Rückhandseite zu.
  2. Beginne die Schulterdrehung beim ankommenden Zuspiel und passe die Füße an den Aufsprung an.
  3. Spiele eine kontrollierte Rückhand in einen großzügigen Bereich des gegenüberliegenden Feldes.
  4. Stelle dich nach jedem Ball neu auf und beschreibe den Kontakt: zu eng, zu weit oder angenehm.

Das Zuspiel soll langsam genug sein, damit du die Unterschiede wahrnimmst. Beginne mit einer bequemen Treffhöhe etwa zwischen Knie und Hüfte. Ein hoher Abwehrball ist für diese Aufgabe noch nicht nötig. Streut das Zuspiel stark, bringt zunächst dort Ruhe hinein, statt sofort deine Technik zu ändern.

Arbeite in kleinen Serien, beispielsweise mit fünf Bällen, und halte danach für eine Beobachtung an. Fünf ist nur eine praktische Einteilung. Wähle für die nächste Serie einen Punkt: früher vorbereiten, etwas mehr Abstand oder einen ruhigeren Vorwärtsschwung.

Übung 2: Zwei nahe Positionen anlaufen

Das Ziel: Den Treffpunkt auch nach einer kleinen Fußbewegung behalten.

  1. Behaltet Zielbereich und angenehmes Zuspieltempo bei.
  2. Dein Partner spielt einen Ball nahe an deine Ausgangsposition und einen etwas weiter nach außen auf die Rückhandseite.
  3. Bereite während der Bewegung vor und nutze kleine Anpassungsschritte für den nötigen Platz.
  4. Kehre nach jedem Schlag in eine sinnvolle Ausgangsposition zurück, statt am Ende des Ausschwungs stehen zu bleiben.

Ziehe die Platzierung noch nicht so weit auseinander, dass daraus ein Laufduell wird. Diese Tennis-Rückhand-Übungen prüfen, ob schon eine kleine Positionsänderung den Schlag stört. Musst du den äußeren Ball mit gestreckten Armen erreichen, verkleinert den Abstand und gebt dir mehr Zeit.

Je nach Zuspiel können unterschiedliche Fußstellungen passen. Bei einem leichten Ball mit genügend Zeit fühlt sich ein Schritt in den Schlag oft natürlich an; bei einem anderen kann eine offenere Stellung angenehm sein. Erzwinge nicht für jeden Ball denselben Ablauf. Halte den Schwung kontrolliert und den Abschluss stabil genug, um wieder loszugehen.

Übung 3: Einen kooperativen Crossballwechsel aufbauen

Das Ziel: Vorbereitung, Schlag und Rückkehr ohne Neustart nach jedem Ball verbinden.

  1. Spielt Rückhand gegen Rückhand diagonal mit großzügigem Zielbereich.
  2. Wählt Abstand und Tempo so, dass beide den Ball im Spiel halten können.
  3. Beobachte den ankommenden Ball, drehe früh und korrigiere weiter deinen Abstand.
  4. Unterbrecht bei wiederholt hektischen Treffpunkten und kehrt kurz zum einfachen Zuspiel zurück.

Ziele deutlich innerhalb der Linien und gib dem Ball genügend Höhe über dem Netz. Ein enges Ziel oder die Forderung, sofort jeden Ball tief an die Grundlinie zu spielen, verleitet zu mehr Kraft, bevor der Kontakt stabil ist. Baut zuerst den Ballwechsel auf. Geht erst weiter zurück oder erhöht das Tempo, solange beide noch vorbereiten können.

Zähle nicht nur die Bälle im Feld, sondern beachte auch die wiederholbaren Kontakte. Eine weit ausgestreckte Rettung hält den Ballwechsel vielleicht am Leben. Sie ist trotzdem etwas anderes als eine ausbalancierte Rückhand, die du erneut spielen könntest.

Erkenne das Muster, bevor du den Schlag änderst

Folgen die Fehler meist auf eine späte Vorbereitung, übe das frühere Erkennen des Rückhandballs. Wird es am Treffpunkt immer wieder eng, schau auf die letzten Anpassungsschritte. Wechseln sich Netzfehler und zu lange Bälle ab, vergleiche beim leichten Zuspiel Schlägerfläche und Schwungtempo, statt nach jedem Fehler stark gegenzusteuern.

Beende die Tennis-Rückhand-Übungen mit dem ersten Zuspiel. Der nützliche Fortschritt ist ein klareres Gefühl dafür, wo du den Ball treffen möchtest und welche Vorbereitung dich dorthin bringt. Nimm diesen einen Hinweis in den nächsten Ballwechsel mit. Du brauchst nicht bei jedem Schlag eine ganze Liste von Körperpositionen durchzugehen.